Soziologie u. Politik

Kommunismus und Psychoanalyse

Reichs wichtigster Lehrer Sigmund Freud hatte ein politisches Engagement stets abgelehnt und wollte die Psychoanalyse als "apolitische" Wissenschaft verstanden wissen. Reich vertrat die Auffassung, dass die Erkenntnisse der Psychoanalyse (Reich fühlte sich bis Anfang der 30er Jahre der Psychoanalyse zugehörig) für die soziale Auseinandersetzung relevant waren, dass sie zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschenmassen entscheidend beitragen konnten und dass deshalb eine politische Parteinahme unbedingt erforderlich sei. In dieser Phase hatte sich Reich dem marxistischen Paradigma der ökonomischen Ausbeutung der Arbeiterschaft durch die Kapitalisten als dem Grundproblem der sozialen "Misere" angeschlossen.
Weiterlesen | verfasst am 12.05.2004 von webmaster
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