Therapie

Von der Charakteranalyse zur Körpertherapie

Dieser emotionale Ausdruck war zunächst meist negativ, für die Patienten unlustvoll, sie hatten einen Widerstand dagegen. Kam es dagegen zu einem starken negativen Ausdruck, so stellten sich in dessen Gefolge positive ("lustvolle"), weiche, schmelzende, strömende Empfindungen ein, die Reich plasmatische oder vegetative Strömungen nannte.

Sein Interesse richtete sich so zunehmend auf den Körper. Freud hatte die "seelischen" Störungen seiner Patienten beschrieben und zu deren Erklärung das Modell der psychischen Instanzen aus Ich, Es und Über-Ich entwickelt. Es bestand zwar eine gewisse Tendenz anzunehmen, dass sich die psychischen Vorgänge im Gehirn abspielen, Freud hatte keine Abbildung der psychischen Instanzen auf somatische Entitäten geliefert.
Weiterlesen | verfasst am 12.05.2004 von webmaster

Von der Psychoanalyse zur Charakteranalyse

Die Medizin war Reichs eigentlicher Beruf. Er hat aber nie allgemeine Medizin praktiziert, sondern bereits während seines Studiums angefangen, in Wien als Psychoanalytiker zu arbeiten. Dort wurde er bereits mit Anfang 20 Mitglied in Sigmund Freuds persönlichem Zirkel. Zunächst arbeitete Reich nach den Methoden der klassischen Psychoanalyse, stellte aber bald fest, und bekannte sich auch dazu, dass damit viele Fälle nicht zu bessern waren. Hier zeigen sich bereits ganz deutlich seine völlige Aufrichtigkeit und Hingebung an die Sache, die wesentliche Bestandteile seiner überragenden Persönlichkeit waren. Ein Homo normalis würde öffentlich nur von Erfolgen sprechen und Misserfolge möglichst zu verheimlichen trachten.
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